, Greimers Ulrike

Ulrike - der Zusammenbruch aus heiterem Himmel

Tränen über Tränen. Schlaflosigkeit - monatelang. Permanente innere Unruhe. Und seeeehr düstere Gedanken ...

Oktober 2019. Ich habe die letzten Monate damit verbracht, einen begleiteten Online-Coaching-Kurs zu erstellen. Nun ist er fertig, und ich habe mir selber die Challenge erstellt, täglich ein Video zu drehen, in dem ich mich selber begleite auf dem Weg zur Bekanntmachung. Ich war sozusagen in meinem eigenen Kurs Teilnehmerin und Coach, für 28 Tage.  Es waren schon um die 20 Tage vergangen ... meine Videos wurden von Tag zu Tag besser, es war sogar schon eine liebgewordene Routine geworden, mich vor die Kamera zu setzen und zu berichten, was aktuell an hinderlichen Überzeugungen und Co. "hochkam". Plötzlich ... liefen Tränen. Aus heiterem Himmel. Ohne dass ich sie wie sonst unterdrücken konnte. Seltsam ...

Schlafstörungen begannen. Innerhalb weniger Tage konnte ich ÜBERHAUPT nicht mehr schlafen. Auch nicht tagsüber! Ich hatte eine permanente innere Unruhe in mir, die es noch nicht einmal zulies, mich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen - dem Lesen - zu widmen. Die ersten Gedanken, die mir kamen, sobald ich sah dass es hell wurde: "Oh nein, ich hab ja schon wieder nicht schlafen können! Wie soll ich nur diesen Tag überstehen! Ich kann nicht mehr!!!" Ich probierte alle möglichen Hausmittel, besorgte mir widerwillig ein Schlafmittel aus der Apotheke ... nichts half. Bis ich dann wirklich nicht mehr konnte und mich in die Praxis meiner Hausärztin fahren ließ. Nachdem sie mir einige Minuten zugehört hatte, meinte sie ruhig, aber bestimmt: "Ich glaube, es ist mal Zeit für eine Akutklinik!"

Ich war entsetzt. Zutiefst entsetzt!!! ICH und eine Akutklinik? Wo ich doch so viel gelernt hatte, so viele Tools an der Hand hatte, inzwischen ja auch ausgebildet in lösungsorientiertem Coaching. Das durfte doch wohl nicht wahr sein!!! Aber ich war auch zutiefst erleichtert. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Im Laufe der ersten Tage nach diesem Termin wechselten sich beide Zustände häufig ab ...

Eine Klinik, die mir zusagte, war aufgrund der Empfehlungen meiner Ärztin schnell gefunden. Und dann kam die große Herausforderung: die Wartezeit! Auf den Vorstellungstermin 6 Wochen später. Und danach die unbestimmte Wartezeit auf einen freien Platz - Anfang Februar war es dann soweit, ich konnte meine Koffer packen und in die schöne Pfalz aufbrechen. Und dort ... ging es mir ab Tag 1 schlagartig sehr viel besser! Warum das?

 

 

              • Neue Umgebung, es gab vieles zu entdecken!

              • Neues Umfeld, in Gemeinschaft sein!

              • Geregelter Tagesablauf!

              • Sich nur um sich selbst kümmern brauchen!

              • Kontaktpause!

 

 

Nach 7 Wochen war ich wieder zuhause. Nun galt es, die neuen Erkenntnisse in der Praxis daheim anzuwenden. Mein neues Motto hieß:

 

 

 

Aber mit was geht es mir denn eigentlich gut? Und wenn ich dann etwas gefunden habe - wie kann ich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ich es auch oft genug tue? Ich erinnerte mich an die Macht der Rituale - vor allem an die Macht der Rituale zum Tagesbeginn und vor dem Einschlafen. Was genau meine Rituale waren und welche enormen Auswirkungen sie auf mein Leben hatten - davon berichte ich im nächsten Beitrag!